Kleinwagen kracht in Sattelzug

Ein 20-jähriger Autofahrer verlor am Freitagmorgen auf der Staatsstraße 2177 zwischen Neusorg und Waldershof (Kreis Tirschenreuth) sein Leben. Aus ungeklärter Ursache kam er auf regennasser Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen Sattelzug.

Die Kräfte des Zusammenstoßes waren enorm. Wie die Polizeiinspektion Kemnath mitteilt, so geriet ein 20-jähriger Mann aus dem östlichen Landkreis Tirschenreuth mit seinem Kleinwagen auf der Strecke zwischen Neusorg und Pullenreuth am Freitagmorgen gegen 7:15 Uhr auf regennasser Fahrbahn in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn. Die Beifahrerseite des Citroen Xsara krachte frontal auf die MAN-Zugmaschine des leeren Sattelzuges.

Lautes Sirenengeheul schreckte die Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren aus Pullenreuth, Neusorg, Riglasreuth, Pilgramsreuth-Langentheilen und Waldershof auf. 
Schon die Einsatzmeldung der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz "Verkehrsunfall - Person eingeklemmt" weckte in den Rettern auf der Anfahrt schlimme Gedanken.

"Hohe Flammen" schlugen laut Zeugenaussagen aus dem Fahrzeug, in welchem der junge Mann stark eingeklemmt war. Mit zwei Handfeuerlöschern brachte der unfallbeteiligte Lastwagenfahrer und ein hinzukommender Brummifahrer das Feuer unter Kontrolle und konnten den Entstehungsbrand ablöschen. Die komplette Fahrbahn glich einem Trümmerfeld. Öl, auslaufende Betriebsstoffe und abgerissene Fahrzeugteile übersähten die Fahrbahn auf einer Länge von rund zweihundert Metern. Auch wurden Fahrzeugteile in angrenzende Felder geschleudert.

Am Führerhaus des Sattelzuges ist der Aufprall stark zu vernehmen. Der weiße Staub auf der roten Fahrzeugfront deutet von der Auslösung der PKW-Airbags. Der Lastwagenfahrer hatte keine Chance auszuweichen. Nach dem Zusammenstoß auf Höhe des Weilers "Kleinhäusl" wurde der Pkw über die Fahrbahn geschleudert und kam rund etliche Meter von der Kollisionsstelle entfernt zwischen der Fahrbahn und dem Straßengraben zum Stehen. Der Sattelzug fuhr sich im Straßengraben fest.

Notärztin Dr. Kolbert konnte nur noch den Tod des im stark demolierten Unfallwrack eingeklemmten Mannes feststellen. Mit hydraulischen Rettungsgeräten befreiten die Feuerwehrleute die Person und bargen Sie aus dem Fahrzeug. Zudem stellten die Floriansjünger den erweiterten Brandschutz sicher, dämmten die Umweltgefahr durch auslaufendes Öl ein, sicherten die Einsatzstelle weiträumig ab und leiteten den Verkehr großräumig um. Den Einsatz der rund 60 anrückenden Brandschützer der fünf Feuerwehren leitete Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther.

Drei Rettungswagenbesatzungen und eine Notärztin, wie auch der Helfer vor Ort Fichtelnaabtal waren von Seiten des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort. Die Koordination übernahm der Einsatzleiter des Rettungsdienstes Herr Herzberger.
Der örtliche Pfarrer Herr Dr. Waleszsuk spendete dem tödlich verunglückten die Sterbesakramente.

Der 51-jährige Fahrer des Sattelzuges befuhr die Strecke von Waldershof kommend in Fahrtrichtung Kemnath. Zwischen der Einfahrt zu Pullenreuth und dem Ortsteil Schindellohe kam der junge Fahrer des Citroen auf die Gegenfahrbahn. "Der junge Mann wurde im Wrack eingeklemmt und verstarb aufgrund seiner schweren Unfallverletzungen noch im Fahrzeug.", berichtet Polizeihauptkommissar Dieter Striegl.

Zwei Streifenbesatzungen der Kemnather Polizeiinspektion rückten an. "Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Weiden wurde ein Unfallgutachter bestellt. Zudem wurde auch die Schwerlastkontrollgruppe der Verkehrspolizieiinspektion Weiden an die Unfallstelle zur Unterstützung der Ermittlungen beordert." Die Schwerlastkontrollgruppe konnte die Daten des unfallbeteiligten Sattelzuges auslesen und so genauere Erkenntnisse erlangen.

Ein unabhängiger Sachverständiger nahm vor Ort die erweiterte Unfallaufnahme auf. Wie genau es zu dem schrecklichen Unfall, bei dem ein junger Mann sein Leben verlor kommen konnte, steht noch nicht fest. Eine Streife der Waldsassener Polizei und das Kriseninterventionsteam überbrachten die schreckliche Nachricht den Angehörigen. "Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Kemnath geführt." Bereits des Öfteren gab es auf diesem Streckenabschnitt der Staatsstraße 2177 zwischen Neusorg und Waldershof in den letzten Jahren schlimme Unfälle mit verheerenden Folgen.

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Ort: PULLENREUTH
Schlagwort: VU Person eingeklemmt
Stichwort: P EINGEKLEMMT
Prio. : 1 (1 = Notfall / 2 = dringend / 3 = nicht zeitkritisch)
Einheit:
TIR FF Pullenreuth
TIR FF KBI Bereich IV / Müller
TIR FF KBI Bereich II / Braunreuther
TIR FF KBM Bereich II - 2/2 Prechtl
TIR FF Pullenreuth
TIR FF Neusorg
TIR FF Waldershof

 

Eingesetzte Kräfte: Neusorg +++ Pullenreuth +++ Waldershof