Rauchmelder rettet zwei Menschenleben

 
Was passieren hätte können, wenn dort kein Rauchmelder installiert gewesen wäre, mag man sich kaum vorstellen. Mitten in der Nacht steht die komplette Wohnung voll Brandrauch. Durch das piepende Geräusch eines "Lebensretters" können die beiden Bewohner zum Glück rechtzeitig das Haus verlassen.

Mitten in der Nacht zum Dienstag werden die Bewohner eines Einfamilienwohnhauses im Kulmainer Ortsteil Oberbruck durch das piepende Geräusch eines Rauchwarnmelders aus dem Schlaf gerissen. Ein dichter beißender Rauch hatte sich bereits ausgebreitet.

Gerade noch rechtzeitig können sich die beiden Bewohner im Alter von 86 und 61 Jahren in Sicherheit bringen und das Haus verlassen. Umgehend bekam auch die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz in Weiden durch einen Notruf die Sachlage vor Ort mit. Aufgrund des Meldebildes alarmierte die ILS nach dem Alarmschlagwort "Brand Zimmer - Person in Gefahr" die Einsatzmittel und -kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Kulmain, Immenreuth und Kemnath um 2:14 Uhr.
 

Schneller Einsatz

Binnen kürzester Zeit rücken rund 50 Floriansjünger der drei Wehren mit vier Löschfahrzeugen, einer Drehleiter und weiteren Führungs- und Transportfahrzeugen an. Unter schwerem Atemschutz drang ein Trupp der Kulmainer Wehr zur Brandbekämpfung mit einem C-Rohr in das Gebäude vor und konnten den Brandherd schnell ausfindig machen und Herr werden. Ein weiterer Atemschutztrupp der Kulmainer und Kemnather Wehr stand vor dem Gebäude in Bereitstellung.

"Der Rauch hatte sich beim Eindringen der Atemschutzgeräteträger bereits im Erdgeschoss, sowie über das Treppenhaus auch in die das Obergeschoss, ausgebreitet.", berichtet Kreisbrandmeister Florian Braunreuther auf Nachfrage. Mit einem Überdrucklüfter versuchte man umgehend, den Brandrauch aus dem Gebäude zu bekommen und so den Sachschaden durch den Brandrauch einzudämmen.
 

Boiler als Auslöser

Wie die Beamten der Kemnather Polizeiinspektion noch in der Nacht mitteilten, so wurde der Brand "durch einen technischen Defekt am Wasserboiler, welcher sich im Badezimmer des Einfamilienhauses befand" ausgelöst. Im Verlauf des Schwelbrandes wurde das Badezimmer stark in Mitleidenschaft gezogen und komplett verrußt.

Auch vom Rettungsdienst rückte der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, zwei Rettungswagenbesatzungen und ein Notarzt, sowie der Helfer vor aus Immenreuth an. Die beiden Bewohner erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden in ein umliegendes Krankenhaus zur weiteren Behandlung und Beobachtung eingeliefert.

Die Koordination der Feuerwehren übernahm Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, welcher von den Ortskommandanten und Kreisbrandmeister Florian Braunreuther unterstützt wurde. Gegen 4:30 Uhr rückte das letzte Einsatzfahrzeug der Feuerwehr von der Brandstelle ab.
 

Eine sinnvolle Pflicht

Wie wichtig die Installation von Rauchwarnmeldern ist, zeigte sich bei diesem Brandereignis sehr deutlich. Bereits seit 1.1.2013 sind diese in Neubauten verpflichtend. Für Alt- und Bestandsbauten gilt eine Nachrüstpflicht bis zum Jahresende 2017. 

Die Bayerische Bauordnung besagt: "In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.“


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Ort: Kulmain
Schlagwort: Brand Zimmer / Person in Gefahr
Stichwort: B 3 PERSON
Prio. : 1 (1 = Notfall / 2 = dringend / 3 = nicht zeitkritisch)
Einheit:
TIR FF Kulmain
TIR FF Immenreuth
TIR FF KBR TIR Land I - Wührl
TIR FF KBI Bereich II / Braunreuther
TIR FF KBM Bereich II - 2/1 Braunreuther F.
TIR FF Kulmain
TIR FF Kulmain
TIR FF Immenreuth
TIR FF Immenreuth
TIR FF Immenreuth
TIR FF Kemnath


Eingesetzte Kräfte: Immenreuth +++ Kemnath +++ Kulmain